VERSÄUMNIS

als ich unsichtbar war

als ich mich unsichtbar fühlte

als ich mich weder sah

noch spürte

als ich

da war das Leben

anders

da war es still

nicht in mir

doch um mich

da war ich noch nicht

ich

als ich manch Worte noch nicht kannte

als ich sie erst suchen musste

sie verstehen wollte

bevor ich diese Hürden sprach

habe ich zu viel gesagt?

zu viel gespürt?

zu viel gewollt?

und zu wenig geschrieben?

Scherben im Nachhall

sie formen in scharfen Kanten

eine neue Lebenszeile

zum glühenden Vers

hätte ich den Kipppunkt erkannt

hätte ich

wäre ich

um mein Leben gerannt

bis das Dunkel mich umfasst

und meine Schatten verblassen

die Asche und der Wind

endlich Ruhe

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SEHNSUCHTSMOND